Benzin-Lötlampen und -kolben

Das Löten allgemein.

Unter Löten versteht man das Verbinden verschiedener Metallteile durch eine leichter schmelzende Metallegierung. Das Bindemittel nennt man Lot. Nicht jede Legierung eignet sich als Lot. Allgemein muß sie der Forderung genügen, dass ihr Schmelzpunkt nicht zu weit von dem der zu verbindenden Metalle liegt und dass sie wenig empfindlich gegen physikalische und chemische Einflüsse ist. In der Technik werden Lote benutzt, deren Schmelzpunkt unter 325 oder über 700° C liegen. Die erste Gruppe nennt man Schnell- oder Weichlote, die zweite Gruppe Hartlote. Je nach Art der Lötung und der zu lötenden Metalle dient entweder eine offene Flamme oder ein Lötkolben als Wärmequelle zum Erwärmen der Lötstelle und zum Schmelzen des Lotes.

Wärmequellen.

Lötlampe

Lötlampen sind selbsttätige Lötrohre, können mit Spiritus, Benzin, Benzol und Petroleum geheizt werden. Der Brennstoff wird durch Dochte hochgesogen und durch eine Flamme zum Vergasen gebracht. Die zum Verbrennen erforderliche Luft wird durch die Austrittsgeschwindigkeit des Gases angesogen, so dass am Mundstück ein Gaslutfgemisch austritt. Dieses Gas wird an der Spitze des Rohres entzündet und liefert eine straffe, sehr heiße und bläuliche Flamme. Spiritus-, Benzin- und Benzollampen mit mehr als ½ l Inhalt sowie sämtliche Petroleumlampen werden ohne Docht ausgeführt. Bei ihnen wird der im Behälter befindliche Brennstoff durch eine eingebaute Luftpumpe in den Vergaser gedrückt.
Die Konstruktion und Wirkungsweise einer Lötlampe.

In dem aus Messing bestehenden Behälter wird der Betriebsstoff bis zu etwa drei Viertel der Höhe eingefüllt. Dann wird in die Anwärmschale R etwas Spiritus gegossen und entzündet. Der Brenner und der Vergaser V werden durch die erzeugte Wärme vorgewärmt, wodurch der durch den Docht D angesogene Brennstoff vergast. Kurz vor dem Verlöschen der Spiritusflamme öffnet man die Reglerspindel S. Die Gase strömen nun aus und werden angezündet. Durch die Spindel wird die Größe der Flamme eingestellt. Die Luft tritt durch die Längsschlitze des Rohres L ein, sie kann mittels der Luftreglerhülse nach Belieben eingestellt werden, wodurch die Flamme den je gewünschten Hitzegrat erhalten kann. Nach dem Gebrauch wird die Reglerspindel S geschlossen und die Schraube gelüftet. Die an der Seite befindliche Nadel N bezweckt die Verhütung von Explosionen.
Lötkolben
Er besteht aus einem reinen, geschmiedeten Kupferstück. Man verwendet Kupfer, weil es die Wärme besonders gut leitet. Zur Kolbenerwärmung dient die Glut eines Holzkohlenfeuers oder die Flamme eines Benzin- bzw. Spiritusbrenners. Die Funktion entspricht der einer Lötlampe.



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Autor: Eckhard Pohlmann
Letzte Änderung: 20.04.2003