Hersteller : G.Barthel
Modell Lanz 33
mit aufrecht stehendem Brennrohr
Höhe : 280 mm
Behälter aus Stahl: 100 mm Durchmesser und 120 mm Höhe
Herkunft: Deutschland.
Typbezeichnung und Herstellerstempel
Die Benzinzündlampe wurde zum Anlassen von Glühkopfmotoren benötigt, wie z.B. bei dem Lanz Bulldog.
Der Glühkopfmotor war in den 1930er und 1940er Jahren in Deutschland einer der wichtigsten Schleppermotoren. Sein großer Vorteil war: er schluckte alle Roh- und Schweröle. Dabei war er technisch einfach und brauchte keine Spezialwerkstatt.
Die Verbrennung des Kraftstoff-Luft-Gemisches erfolgt beim Glühkopfmotor durch die Zündung an den glühenden Wänden der Vorkammer.
Das Anlassen eines Glühkopfmotors war ein kleines Kunststück.
Erst wurde die Einspritzdüse für das Anlassen auf den Zündrohransatz gerichtet und der Glühkopf mit der Lötlampe erhitzt. Das Lenkrad wurde auf das Schwungrad gesteckt und mit großem Krafteinsatz gedreht, bis der Motor ansprang. Danach stellte man die Sprüheinrichtung der Einspritzdüse um, und endlich konnte die Arbeit los gehen.

Die Nachteile des Glühkopfmotors waren die geringen Energieausbeute und der unruhige Lauf des 1-Zylinder-Zweitaktmotors. Die Firma Lanz versuchte die Nachteile noch in den 1950er Jahren zu beheben. Aber die verbesserten Dieselmotoren setzten sich durch.
( Die Bilder und Texte zum Lanz Bulldog stammen zum Teil aus dem Landwirtschafts Museum Meldorf in Schleswig-Holstein.
http://www.museen-sh.de/inst.php?s=1&t=1&sparte=museen&pid=&inst=80
Neben Geräten und Maschinen der Landwirtschaft gibt es dort eine Schmiede und eine Stellmacherei.)